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12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung

Das Programm der diesjährigen 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung umfasst verschiedene Online- und Präsenzveranstaltungen, die im Gegensatz zu früheren Konferenzen nicht an einem Tag, sondern im Zeitraum vom 8. Mai bis Ende September 2021 stattfinden werden.

Die in diesem Rahmen stattfindenden Vorträge, Workshops und Beteiligungsformate bieten Gelegenheit, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen, vor welchen aktuellen Herausforderungen das demokratische Zusammenleben durch Rechtsextremismus gestellt wird und welche Antworten vor Ort darauf gefunden werden können.

Die Regionalkonferenz will zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und damit verbundene Phänomene insbesondere im ländlichen Raum stärken, Akteur*innen regional vernetzen und die gemeinsame Verantwortung für eine demokratische Kultur vor Ort fördern.

Wissensvermittlung für die Praxis • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements • regionale
Vernetzung der Akteur*innen • Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

Den Auftakt der 12. Regionalkonferenz bildet der Online-Vortrag der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Katharina Nocun zum Thema „Fake Facts“ am 08.05.2021, 10:00 Uhr, der sich damit auseinandersetzen wird, warum gerade in diesen Zeiten viele Menschen anfällig für Verschwörungsnarrative sind. An den Vortrag anschließen wird sich ein Austauschformat zum Thema für die Teilnehmer*innen der Konferenz (Veranstaltungsende ist 13:30 Uhr).

Den Fragen, wie wehrhaft Demokratie vor Ort ist und welche Handlungsmöglichkeiten die öffentliche Verwaltung hat, geht der Rechtsanwalt und Professor für Allgemeines Verwaltungsrecht Torsten Barthel gemeinsam mit Mitgliedern von Bündnissen gegen Rechts in dem Online-Workshop „Wenn Rechtsextreme die Wiese pachten“ am 07.06.2021, 17:00 – 20:00 Uhr nach.

Der Online-Workshop „Von Reichsflaggen und Friedenstauben“ am 10.6.2021, 17:00 – 20:00 Uhr wird angeboten von Lyn Blees und Johannes Marhold (Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH) und nimmt die gegenwärtigen „Corona-Proteste“ in den Fokus. Angesichts des heterogenen Protest-Milieus sollen in der Veranstaltung die verschiedenen ideologischen Anknüpfungspunkte zum Rechtsextremismus aufgezeigt und diskutiert werden.

Unter dem Motto „Ich gestalte meine Heimat mit“ findet im Zeitraum 05.07. – 09.07.2021 ein Jugend-Beteiligungscamp in Schönberg statt, das im Rahmen des Vernetzungstreffens von Jugendforen aus Nordwestmecklenburg, Wismar und Herzogtum Lauenburg angeboten wird.

Die Referent*innen Claudine Nierth (Mehr Demokratie e.V.) und Annegret Kühn (Bürger:innenRat für Zukunftsfragen (BfZ) zum Thema Arbeit) setzen sich in einer weiteren Präsenz-Veranstaltung mit dem Thema „Methode oder Wirksamkeit von Bürgerräten“ oder „Wer spaltet, wird einsam“ auseinander. Die Veranstaltung findet im Fürstengarten der Stadt Lauenburg am 04.09.2021, 10:00 – 17:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Gesellschaft dekolonialisieren? – Postkoloniale Perspektiven am Beispiel von anti-asiatischem Rassismus“ findet in Kooperation des Kultur- und Politikwissenschaftlers Dr. Kien Nghi Ha und der Initiative „Kiel Postkolonial“ statt (09.09.2021, 17:00 – 20:30 Uhr).

Abschluss der diesjährigen Regionalkonferenz bildet die Präsenzveranstaltung „Rechtsextremismus in Schulen“, welche als Informations-, Beratungs-, und Ideenbörse für Schulalltag und Unterricht am 29.09.2021, 10:00 – 16:00 Uhr in der Palmberghalle in Schönberg stattfinden wird. Zu den Referent*innen dieses Tages gehören Kurt Edler (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik), das Team der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern (MAEX) sowie das Team der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung JUMP.

Flyer zur 12. Regionalkonferenz
Rechtsextremismus & Demokratoestärkung >>

Die Regionalkonferenz „Rechtsextremismus & Demokratiestärkung“ wurde 2012 in Ratzeburg ins Leben gerufen, als Ergebnis eines länderübergreifenden Fachaustausches von Städten und Gemeinden zum Thema Rechtsextremismus, der einen besorgniserregenden Erfahrungshorizont der Beteiligten offenbarte. Noch im gleichen Jahr wurde die Idee der jährlichen Regionalkonferenz entwickelt, als ein überregional arbeitendes Informations- und Vernetzungsformat, das im norddeutschen Raum an unterschiedlichen Orten stattfindet. Erklärtes Ziel war und ist dabei Menschen, die demokratische Werte leben und fördern und sich Rechtsextremismus vor Ort entgegenstellen, zusammenzubringen und in ihrem Handeln zu stärken, zu qualifizieren und zu inspirieren. Der Erfolg des Formates von hochaktuellen Workshop-Angeboten, Vernetzung und Austausch sowie die positive Resonanz der Konferenzteilnehmer*innen führten in der Folgezeit zu einer wiederholten Auflage der Regionalkonferenz. So konnten bislang auf insgesamt elf Regionalkonferenzen eine Vielzahl von Multiplikator*innen und Akteur*innen gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus handlungsorientiert informiert, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werden. Die Regionalkonferenz wanderte dabei durch den norddeutschen Raum mit Stationen in Ratzeburg (2012, 2013, 2018), Lübtheen (2013), Grevesmühlen (2014), Bargteheide (2014), Lübeck (2015), Mölln (2015), Wismar (2016), Boizenburg (2017) und Lauenburg/Elbe (2019).

Die Regionalkonferenz Rechtsextremismus findet in diesem Jahr in Kooperation mit der Stadt Schönberg und den Partnerschaften für Demokratie Nordwestmecklenburg und Wismar statt und wird organisiert vom Verein Miteinander leben e.V., dem Ratzeburger Bündnis, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck des AWO Landesverbands Schleswig-Holstein, dem RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Lauenburg und dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn.

Anmeldungen, die zur Teilnahme obligatorisch sind, sowie Informationen zur 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung sind unter www.regionalkonferenz.eu möglich. Die dort genannten Ausschlusskriterien der Veranstalter*innen sind gültig.

"Briefe ans Leben"

Beeindruckende Einsendungen beim Möllner Schüler*innen-Schreibwettbewerb „Ein Brief an das Leben“

Im Zuge der Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt“, die der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Stadt Mölln im vergangenen November für mehrere Wochen auf dem Möllner Schulberg öffentlich präsentieren konnte, wurde vom Kreisfachberater für Kulturelle Bildung, Jörg-Rüdiger Geschke, ein Schreib-Wettbewerb für Möllner Schülerinnen und Schüler organisiert.

Unter dem Titel „Ein Brief an das Leben“ waren die Jugendlichen aufgerufen, sich ganz persönlich mit den Schicksalen der abgebildeten Menschen gerade auch im Hinblick auf aktuelle Ereignisse wie in Hanau oder Halle auseinanderzusetzen. Sie sollten sich während ihres Besuches der Ausstellung eines der Schicksale aussuchen und aus Sicht des getöteten Menschen einen offenen Brief an die Menschen in Mölln schreiben … sozusagen aus dem Jenseits ins Jetzt: Ein Brief an das Leben. „Was ich euch gerne sagen würde oder muss?“ oder „Was ich gerne noch erlebt hätte?“ waren dabei anleitende Fragestellungen. Eine Jury, bestehend aus dem Bürgervorsteher Jan-Frederik Schlie, Claudia Bormann vom Marion-Dönhoff-Gymnasium und Jens Schlutzkus von der Gemeinschaftsschule, beide jeweils verantwortlich für „Schule ohne Rassismus“, Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. und Jörg-Rüdiger Geschke wählte aus den zahlreichen und anrührenden Texten fünf Einzeltexte aus, die in einer Broschüre über die Ausstellung und den Wettbewerb veröffentlicht werden sollen.

Inke Tewes, Lena Maaß, Selina Merhof vom Marion-Dönhoff-Gymnasium sowie Ida Klomfaß und Shafak Karagüzel von der Möllner Gemeinschaftsschule wurden als Autor*innen dafür besonders geehrt. Außerdem erhielten drei Gemeinschaftsschul- und eine Gymnasialklasse Anerkennungspreise für die von ihnen eingereichten Texte.

Broschüre zum PDF-Download >>

„OPFER VON GEWALT“
Kunstprojekt des WiPo Profils Ed,
Marion-Dönhoff-Gymnasium Mölln

Einige Schülerinnen und Schülern inspirierte die Ausstellung zu einem eigenständigen Kunstprojekt, bei dem Plakate gegen Gewalt und Diskriminierung gestaltet wurden. In Zusammenarbeit mit der Kunstlehrerin Claudia Bormann und der Kulturvermittlerin und Künstlerin Eva Ammermann wurden auf einer Schattenspielleinwand silhouettenhafte Standbilder geschaffen, die Gewalt insbesondere aus Sicht der Opfer zeigen. Die Darstellungsweise lässt die Personen hinter der Leinwand unkenntlich bleiben: Jeder und jede kann ein Opfer, Retter oder Täter sein, so die Botschaft der entstandenen Plakate, die ebenfalls in der Broschüre zum Wettbewerb abgedruckt werden.

© Kreisfachberatung Kulturelle Bildung im Kreis Herzogtum Lauenburg

"Du kannst das ändern"

Susan Arp – geboren 1987 in Prag als zweites Kind in einer liebevollen Familie der tschechischen Mutter und des palästinensischen Vaters.

Seit ihrer Kindheit war sie mit einem Thema wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, weißen Privilegien sowie der Gleichstellung der Geschlechter konfrontiert. Sie trat in die Fußstapfen ihres Vaters und studierte internationale und Öffentlichkeitsarbeit, während sie versuchte, so viel wie möglich von der Welt zu sehen.

Sie gründete eine eigene Familie und zog nach Norddeutschland, wo sie versucht, das geschäftige Familienleben, die Arbeit und die Kunst miteinander zu verbinden.

In den letzten Jahren erkannte sie die Bedeutung der Kunst als Vehikel für Aktivismus. Sie hofft, dass sie ein kleiner Teil der großen Veränderungen sein kann, die sie bereits vollziehen.

 

 

 

"Wir lachen in einer Sprache!"

„Unsere Welt ist bunt und das Anderssein ist normal. Die Vielfältigkeit in der Gesellschaft und in unserem Leben einzuschränken, ist dumm. Denn nur durch diese große Diversität haben wir die Möglichkeiten, uns zu entscheiden und zu entfalten.

Rassismus schränkt ein und macht den Rassisten ebenso unfrei und grenzt ihn aus der Gesellschaft aus, wie er selbst ausgrenzt.

Vor wenigen Generationen kam einer meiner Vorfahren aus Nordafrika. Meine Familie hat den Nationalsozialismus mit diesem Geheimnis überlebt. In Gedanken sehe ich jetzt meine Urgroßmutter den Kopf schütteln: „Deern, schreib das nicht!“ würde sie angstvoll sagen. „Doch Omi, das muss sein!“

Damit nicht Angst durch das Anderssein unser Leben bestimmt, habe ich an diesem Wettbewerb teilgenommen, denn wir lachen alle in einer Sprache.

Zur Gestaltung meines Beitrages fiel mir ein Song des Liedermachers Knut Kiesewetter ein. Fahr mit mir den Fluss hinunter (Sie sind grün) aus dem Jahr 1972. Das Jahr, in dem meine Urgroßmutter starb.“

Gesine Biller (Jahrgang 1963)
Freie Künstlerin für Auge, Ohr und Seele … Dozentin … Demokratin

Geprägt durch den kunstsammelnden, menschen- und pferdeliebenden Großvater, erschafft sie Kunstwerkstücke, die zum Nachfragen und Nachdenken einladen. Nachdem sie aus dem intensiven Berufsleben in der Medizin ausgestiegen ist, betätigt sie sich ehrenamtlich in verschiedenen demokratischen Prozessen ebenso leidenschaftlich, wie als Gestalterin und Dozentin in Kunst und Nachhaltigkeit. Ihre Werke erschafft sie mit den unterschiedlichsten Materialien und mit Fundstücken jeder Art in verschiedensten Techniken und Formen. Seit 2014 fängt sie zusätzlich Bilder mit der Fotokamera ein.

Ausstellungen
Möllin – Ratzeburg – Berkenthin
2013 – 2019 „Dörfer zeigen Kunst“
Mustin – Utecht – Kittlitz – Gr. Sarau

 

 

"Vorsicht! Vorurteile!" Aktionstag des Bundes findet Resonanz in Ratzeburg

Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen hat sich am bundesweiten Aktionstag „Vorsicht! Vorurteile!“, der im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum 18.03.2021 ausgerufen wurde, mit eigenen Aktionen vor dem Rathaus und an den weiterführenden Schulen beteiligt. Mit einer großformatigen Bodenmatte wurde vor diesen Gebäuden auf die Notwendigkeit hingewiesen, nicht gleichgültig, sondern achtsam miteinander umzugehen und Rassismus gemeinsam entgegenzutreten. „Von Vorurteilen ist niemand frei. Sie dürfen sich nur nicht in einem festsetzen. Wir sollten immer aufmerksam sein, damit wir unsere eigenen Vorurteile auch als solche erkennen. Hier ist vor allem eine selbstkritische Haltung gefragt“, sagte Bürgermeister Gunnar Koech zum Auftakt des Aktionstages.
 

Die Kampagne „Vorsicht, Vorurteile!“ will auf vorhandene Voreinstellungen und Alltagsrassismus aufmerksam machen sowie anregen, sich im persönlichen Umfeld kritisch zu rassistische Handlungen und Aussagen zu positionieren, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen und sich mit den Mechanismen von Rassismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu beschäftigen. Ganz in diesem Sinne wurde seitens des PfD am Aktionstag auch die eigene Rassismuskampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ offiziell gestartet und die dazugehörige Webseite www.herzein-rassismusaus.de freigegeben. Sie will Informationen rund um aktuelle Projekte und Angebote im Kreis geben, die sich aktiv gegen Rassismus wenden, Ideen zu weiterem Engagement vermitteln und Menschen motivieren, ihre Haltung zu diesem Thema in persönlichen Videoclips öffentlich zum Ausdruck zu bringen.

„Ich denke, Albert Einstein hatte recht, als er sagte: ‚Es ist leichter einen Atomkern zu spalten, als ein Vorurteil.‘ Jedes Vorurteil ist es wert, täglich überdacht zu werden. Ob das nützt? Probiert es aus, täglich“, sagte Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zum Kampagnenstart am Aktionstag „Vorsicht! Vorurteile“.

„Herz einschalten – Rassismus ausschalten“

„Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ ist der Titel einer Kampagne, mit der sich die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen in diesem Jahr an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beteiligt. Mit großformatigen Kunstplakaten, die im Rahmen eines Wettbewerbes im vergangenen Jahr von Susan Arp, Gesine Biller und Barthold Dunker gestaltet wurden, soll an zwei prägnanten Standorten entlang der Ausfallstraßen in Richtung Mölln und Schwerin daran erinnert werden, dass Rassismus und Vorurteile immer noch in der Gesellschaft und in den Köpfen vieler Menschen gären. Die Plakate wollen mahnen, achtsam zu sein, aufeinander, aber auch mit Blick auf die eigenen Gedanken, in denen sich viel zu schnell Vorurteile einschleichen und verfestigen können. Da ist häufig vor allem das Herz gefragt, um korrigierend einzugreifen, um Mitmenschlichkeit und Mitgefühl zu zeigen, anstatt abzulehnen und sich abzuwenden.

Ein weiterer Eckpunkt der Kampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ wird zum Aktionstag „Vorsicht, Vorurteile! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus“ gestartet, zu dem das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 18.03.2021 aufruft. Zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. öffnet die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See unter www.herzein-rassismusaus.de eine gleichnamige Webseite zur Kampagne. Auf ihr wird kreisweit über vorbildliche Aktionen und Programme gegen Rassismus und Vorurteile informiert und Menschen die Möglichkeit gegeben, sich in einem Videoportal mit selbst gestalteten Kurzbotschaften gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft persönlich zu positionieren.

Die Webseite soll dabei wachsen, in ihren Informationsangeboten und in ihrer Aussagekraft. Sie lädt zum Mitmachen ein, eigene Standpunkte zu zeigen, über eigene Erfahrungen zu berichten, eigene Ideen und Veranstaltungen darzustellen und will so selbst Ideenbörse für weiteres Engagement werden.

Einmalige Aktionen finden auf ihr ebenso Raum, wie verfügbare Angebote für Schulen und Jugendgruppen in der Region, die zum Abbau von Vorurteilen beitragen wollen.


„Wir wollen mit unserer Kampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt in unserer „Partnerschaft für Demokratie“ besonders voranbringen. Wir möchten motivieren, sich aktiv mit dem Thema „Rassismus“ auseinanderzusetzen, eigene Aktionen zu entwickeln und sie mit unserer Unterstützung durchzuführen. Aber auch sich selbst einmal dazu Gedanken zu machen und diese öffentlich zu äußern. Wir wollen und müssen vorankommen gegen Rassismus und Vorurteile in unser Gesellschaft“, sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft für Demokratie.

... und wir helfen dabei!

SocialMedia Training LITE/PRO

Das SocialMedia Training LITE/PRO möchte die Teilnehmer*Innen bei der bewussteren Nutzung der gesellschaftlichen Medien (Social Media) unterstützen. Es bietet ein Workshopformat, in dem HateSpeech, FakeNews und CyberMobbing altersgerecht behandelt und vermittelt werden. Die Teilnehmer*Innen werden auf alltägliche Situationen vorbereitet, in denen der bewusste Umgang mit SocialMedia gefordert ist.
Dazu werden Handlungsoptionen und Bewältigungsstrategien für den zivilcouragierten Umgang mit Demokratiefeindlichkeit und Diskriminierung im Netz aufgezeigt.Das Nutzungsverhalten der Teilnehmer*Innen wird in das Training mit einbezogen. Somit wird ein lebensweltorientiertes Arbeiten ermöglicht.
Medienpädagogische und multisensorische Übungen werden genutzt, um das Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen.

Fit im Umgang mit HateSpeech, FakeNews & CyberMobbing!

Inhalt & Konzept
Das SocialMedia Training LITE/PRO verfolgt einen partizipativen Ansatz, in dem die Themenschwerpunkte gemeinsam mit den Teilnehmer*Innen erarbeitet werden. Bei der Gewichtung der Themen und der Erfassung von Interessensgebieten werden die Teilnehmer*Innen als Experten*Innen ihrer eigenen Lebenswelt miteinbezogen.

Ein Schwerpunkt ist die Stärkung von Kompetenzen zur sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von SocialMedia. Die Erhaltung von demokratischen Werten im Internet ist hierbei ein fester Bestandteil durch alle Themenfelder hinweg. Die Teilnehmer*Innen werden bestärkt, auch in der Onlinewelt
als Demokrat*Innen aufzutreten.

Gemeinsam werden die Gefahren bei der Nutzung von beliebten SocialMedia Apps auf dem Smartphone ermittelt. Privatsphäre- und Datenschutztipps werden vorgestellt und praktisch an den eigenen Smartphones angewandt. Zusätzlich werden Handlungsstrategien im Umgang mit CyberMobing und HateSpeech auf den verschiedensten Plattformen vermittelt. Die damit verbundenen rechtlichen Aspekte werden aufgegriffen. Des Weiteren werden die
Gefahr und der Schaden von FakeNews für unsere demokratische Gesellschaft thematisiert. Das Erkennen dieser FakeNews wird bei der Analyse am Beispiel realer Einträge trainiert. Im Zusammenhang wird über das Radikalisierungspotential aufgeklärt.

Des Weiteren wird ein Raum geboten, in dem die Teilnehmer*Innen zielorientiertes Arbeiten mit Smartphones lernen. Die Teilnahme an diesem
Training ist auch ohne Smartphone möglich. Die erlernten Kompetenzen können auf die Nutzung mit einem PC/ Smartphone und in die alltägliche Interaktion mit Mitmenschen übertragen werden

In einer der Übungen simulieren die Teilnehmer*Innen eine Klassengruppe mit einem HateSpeech-Eintrag. Dabei bekommen sie die Möglichkeit, in die Rollen der Hasskommentarverfasser*Innen und die der Konterkommentarverfasser*Innen zu schlüpfen. Dabei wird das erlernte Wissen umgehend angewandt.

Ercan Kök
Sozialarbeiter B.A.
Theater- & Medienpädagoge
Sozialkompetenzen-Trainer | NLP-LernCoach 

www.ercan-koek.de

Kontakt
Telefon: 01703007339
E-Mail: mail@ercan-koek.de

Toleranztraining

Das Toleranz Training LITE/PRO möchte die Teilnehmer*Innen in ihrer Toleranzkompetenz stärken und fördern. Es bietet ein Workshopformat, in dem Sozialkompetenzen und Menschenrechte altersgerecht behandelt und vermittelt werden.

Hierzu wird den Teilnehmer*Innen ein demokratisches Toleranzkonzept vorgestellt. Dazu gehört auch das Definieren von klaren Grenzen, welche unerlässlicher Bestandteil eines demokratischen Toleranzverständnisses sind. Handlungsoptionen und Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Diskriminierung im Alltag werden ausgearbeitet und trainiert.
Die Alltagserfahrungen der Teilnehmer*Innen werden in das Training miteinbezogen, wodurch ein lebensweltenorientiertes Arbeiten ermöglicht wird. Theaterpädagogische und multisensorische Übungen werden genutzt, um das Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen.

Keine Chance für Diskriminierung, Mobbing & Hass!

Inhalt & Konzept
Das Toleranz Training LITE/PRO verfolgt einen partizipativen Ansatz, in dem die Themenschwerpunkte gemeinsam mit den Teilnehmer*Innen erarbeitet werden. Bei der Gewichtung der Themen und der Erfassung von Interessensgebieten werden die Teilnehmer*Innen als Experten*Innen ihrer eigenen Lebenswelt miteinbezogen.

Ein Schwerpunkt ist die Wahrnehmung und Bewältigung von Alltagsdiskriminierung. Gemeinsam wird hierzu ein demokratisches Toleranzverständnis erarbeitet, welches auf einem positiven Menschenbild fußt. Auch die Grenzen eines demokratischen Toleranzverständnisses werden thematisiert, wobei
die Menschenrechte und das Grundgesetz als Orientierung dienen. Toleranz soll als eine Umgangsform für einen friedliches und menschenwürdiges Miteinander verstanden, angenommen und praktiziert werden.

Gemeinsam wird analysiert, wo in unserem Alltag Diskriminierung stattfindet. Im Zusammenhang damit wird die Auswirkung des Schadens auf den einzelnen Menschen erarbeitet. Hierbei werden auch Motivationen und

Ursachen aufgezeigt. Diskriminierung und ihre Folgen für den Menschen sollen  ganzheitlich verstanden werden, um bewusst abgelehnt werden zu können.

Den Teilnehmer*Innen wird ein geschützter Raum geboten, indem sie die Möglichkeit bekommen, eigene intolerante Haltungen und Tendenzen zu reflektieren. In Gruppen wird hierzu, mit Hilfe von Rollenspielen oder multisensorischen Übungen, das zuvor erlangte Wissen spielerisch angewandt und verinnerlicht.

In einer der Übungen reflektieren die Teilnehmer*Innen Situationen aus dem Alltag, in denen sie mit Diskriminierung konfrontiert wurden. Bei einer anschließenden Vorstellung der Ergebnisse in der großen gruppe werden gemeinsam Handlungsoptionen erarbeitet. Hierbei wird auch der Erfahrungsschatz der Teilnehmer*Innen miteinbezogen, um alltagsnahe Einblicke in die Opfer- und Täterperspektive zu ermöglichen.

Ercan Kök
Sozialarbeiter B.A.
Theater- & Medienpädagoge
Sozialkompetenzen-Trainer | NLP-LernCoach

www.ercan-koek.de

Kontakt
Telefon: 01703007339
E-Mail: mail@ercan-koek.de 

Das Bundesprogramm „Respekt Coaches“ ist in Ratzeburg und Mölln in der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg im Mai 2019 gestartet worden.  Zuständig ist das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Ziel dieses Programms ist die Förderung und Unterstützung eines respektvollen Miteinander an Schulen. Zudem sollen Jugendliche in ihrem Toleranz- und Demokratieverständnis gefördert und gegen Extremismus gestärkt werden. Umgesetzt wird das Programm in Ratzeburg an der Gemeinschaftsschule

Vor Ort sind die beiden „Respekt Coaches“, Christian Klingbeil und René Behnk, mit jeweils einer halben Stelle, aktiv. Dabei richten sich die Angebote an alle Schüler*innen. Gemeinsam mit externen Bildungsträger*innen haben sie die Aufgabe, vielfältige  Angebote für die Schüler*innen zum Thema Demokratieförderung und Extremismusprävention anzubieten. Inzwischen haben bereits erfolgreich verschiedene Veranstaltungen an beiden Schulen stattgefunden. Vom Tag des Grundgesetzes bis hin zu diversen Themenworkshops, interaktiven Gruppenangeboten und interkulturellen Trainingseinheiten sowie Rapworkshops und Exkursionen wie z.B. in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme wurden mit unterschiedlichen Klassen viele Aktionen durchgeführt.
Dabei wurde auf jugendgerechte Art vermittelt, sich im Diskurs mit anderen zu positionieren und unterschiedliche Auffassungen oder religiöse Überzeugungen zu respektieren. Somit wurde das Demokratieverhalten der Schüler*innen gestärkt. 

Langfristig soll im Rahmen des Programms ein nachhaltiges Präventionskonzept in Zusammenarbeit mit den Schulen erstellt werden.Im Jahr 2020 werden die Respekt Coaches ihre Arbeit mit viel Engagement für ein ganzheitliches Demokratieverständnis weiterführen.
Auch ist eine längerfristige Ausstellung zum Thema „Verstehen, Begegnen, Zusammenleben  von jungen Menschen in Deutschland“ in Kooperation mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg geplant.

Mit viel Tatkraft und Energie wollen wir uns den besonderen Aufgaben stellen

Präventionsprogramm Respekt Coaches
Das Projekt Respekt Coaches des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dient dem Ausbau von interkultureller und interreligiöser Kompetenz, der Stärkung der Selbstwirksamkeit, weiterer Kompetenzen im Bereich Miteinander, Respekt und Toleranz und somit der Demokratieförderung.
So können Schüler*innen gegen religiösen Extremismus gestärkt werden. Bundesweit gibt es mittlerweile 188 Standorte, an denen Respekt Coaches eingesetzt werden.  Hierfür werden außer- und innerschulische Projekte für Schüler*innen inhaltlich auf Grundlage eines Präventionskonzeptes geplant.
Die Durchführung übernehmen die Coaches selber, zum Teil aber auch externe Bildungsträger. „Das Programm fördert die Zusammenarbeit und Vernetzung der Jugendmigrationsdienste, der Träger der politischen Bildung und der Träger der Radikalisierungsprävention.“

Info: www.respekt-coaches.de

 

Ansprechpartner:
Christian Klingbeil
Tel: 0176/ 311 802 78
E-mail: cklingbeil@kirche-ll.de

Ansprechpartnerin:
Babette Erdmann
Tel: 0176 / 19 79 02 47
E-mail: berdmann@kirche-ll.de